Projekt Beschreibung

Die Geschichte verstehen, um die Zukunft zu meistern!

Seit wann verwenden wir eigentlich ?

Nicht essentiell, aber oft wichtig um das richtige Verständnis zu entwickeln – geschichtliches über unsere Böden. Von den ersten Lehmböden wollen wir nicht mehr sprechen, aber zum Beispiel über die ersten Holzdielen … seit wann werden sie verwendet?

Holz wird als Fußboden seit Urzeiten verwendet. Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Holzfußböden lassen sich in Mitteleuropa bis ca. 1250 zurückverfolgen. Bis ins 15. Jahrhundert hinein waren einfache Dielenböden aus Weichholz auch im gehobenen Wohnungsbau, z.B. in Schlössern, üblich.
Mit der Renaissance wandelt sich im 15. Jahrhundert das Weltbild.
Neben den Kirchen entstehen nun auch prächtige Wohnhäuser für den Adel und die wohlhabenden Bürger.
Die einfachen Dielenböden werden durch Hartholzfriese gegliedert.
Mit der absolutistischen Prachtentfaltung im Barock werden die Residenzen der kirchlichen und weltlichen Fürsten zum Spiegel ihrer Macht und ihres Einflusses.

Einfacher Dielenboden

Obwohl in der Gotik die künstlerische Gestaltung im Sakralbau schon in vollem Umfang blühte, wurde dem Fußboden im Wohnungsbau keinerlei Bedeutung geschenkt.
Einfache Dielenböden findet man sowohl in bürgerlichen Wohnräumen als auch in Sälen von Burgen und Schlössern vor, selbst wenn hier reich verzierte und prachtvolle Decken den Raum schmücken.
Weichhölzern wurde verwendet, da die Herren zu Pferd bis in die Säle ritten und die Pferde auf dem weiche Holz besseren Halt fanden.
Die Verwendung einfacher Dielenböden reicht ohne Unterbrechung bis in unsere heutige Zeit.
Die letzte Entwicklung, die aus den einfachen Dielenböden entstanden ist, ist die Landhausdiele.

Gegliederter Dielenboden

Die Entwicklung der gegliederten Dielenböden erreichte im 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt. In der gegenwärtig lieferbaren Produktpalette der Holzfußböden gibt es keine Beispiele, die auf gegliederte Dielenböden zurückzuführen sind. In einigen Regionen werden aber auch heute noch handwerklich Fußböden hergestellt, die die Optik der gegliederten Dielenböden lebendig halten, z.B. das Fränkische Muster (Hochzeitsboden) in Oberfranken.